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BESCHÄDIGTE WEIBLICHKEIT
 
 

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ISBN-Nummer: 3-89334-323-7  

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Werner Köpp, Georg Ernst Jacoby (Hg.)
Beschädigte Weiblichkeit

Eßstörungen, Sexualität und sexueller Mißbrauch. 4. Aufl. 2012, 144 S., kt., früher € 18.-, neuer Preis: € 9,50 (323-7)

"Beschädigte Weiblichkeit" hat in unserer Gesellschaft viele Erscheinungsformen, von denen in diesem Buch die Eßstörungen Anorexie und Bulimie und deren Zusammenhang mit soziokulturellen Faktoren, körperlichen Gewalterfahrungen und sexuellen Mißbrauchserlebnissen im Mittelpunkt stehen. Diese Eßstörungen gelten als typische "Frauenkrankheiten". Im Fälle der Anorexie ("Magersucht") wird die weibliche Rolle als Ganzes abgelehnt bzw. in der überwertigen Idealisierung des Schlankheitsideals paradoxerweise auch "übererfüllt". Im Falle der Bulimie, dem selbstinduzierten Erbrechen, konkurrieren Triebhemmung und Triebdurchbruch und verhindern, dass die Betroffenen "souverän ihren Weg als Frauen finden".
Wie die Autorinnen und Autoren anhand mehrerer Fallberichte aufzeigen, können Kulturgebundenheit, Gewalt- und Mißbrauchserlebnisse (Vergewaltigung) sowohl für die Entstehung von Störungen der weiblichen Sexualität als auch für deren therapeutische Beeinflussbarkeit bzw. den Therapieverlauf (Rückschläge) eine entscheidende Rolle spielen. Gleichwohl finden sich bei den AutorInnen aufgrund unterschiedlicher Datenlagen auch unterschiedliche Einschätzungen über diese Zusammenhänge. Jedenfalls sind sexuelle Mißhandlungen im allgemeinen unspezifische Risikofaktoren für Eßstörungen wie auch für eine Reihe anderer seelischer Störungen ­ wenngleich es immer wieder auch eindrucksvolle Einzelfälle gibt, in denen ein direkter Zusammenhang zwischen der sexuellen Mißhandlung und der Entwicklung einer Eßstörung nicht nachweisbar ist.
Wer als Psychotherapeut, Psychiater oder Arzt Patienten mit Eßstörungen behandelt, wird in diesem Sammelband in fundierten Beiträgen über die möglichen Hintergründe wertvolle Hinweise für Anamnese und Therapie erhalten.