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FRÜHES TRAUMA UND STRUKTURDEFIZIT
 
 

29,00 EUR

ISBN-Nummer: 3-89334-485-7  

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Renate Hochauf
Frühes Trauma und Strukturdefizit
Ein psychoanalytisch-imaginativ orientierter Ansatz zur Bearbeitung früher und komplexer Traumatisierungen.
5. Aufl. 2017, 290 S., 29,- Euro (485-7)

Aus der Einleitung:

Die Arbeit an Strukturstörungen stellt einen mühevollen und für den Patienten leidensreichen Weg dar, der oft nur umgrenzte, seltener grundsätzliche Schritte zur Verbesserung der Lebensqualität erlaubt. Im Bemühen um ein vertieftes Verständnis schwerer struktureller Entwicklungsdefizite sind traditionelle psychotherapeutische Paradigmen in den letzten Jahren stark hinterfragt worden. Sowohl im Rahmen psychoanalytischer Diskussionen als auch moderner entwicklungspsychologischer und bindungstheoretischer Forschungen richtet sich die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Bedeutung früher und anhaltender traumatischer Erfahrungen.
Besonders bei schweren Persönlichkeitsstörungen häufen sich Hinweise auf Gewalterfahrungen, deren Beginn oft bis in die vorgeburtlichen Zeit rückverfolgt werden kann. Diese Erkenntnisse werden gestützt durch beeindruckende Ergebnisse der Psychotraumatologie und der Neurowissenschaften.
Die lange unterschätzte Bedeutung traumatischer Erfahrungen für die seelische Entwicklung erlangte maßgeblich durch die Auseinandersetzung mit den psychischen Langzeitfolgen des Holocaust eine stärkere therapeutische Aufmerksamkeit. Feministische Therapieansätze haben vor allem die zentrale Bedeutung sexualisierter Gewalt in der Kindheit für die Entstehung schwerer psychischer Störungen thematisiert.
Die große Bedeutung von Traumata für Strukturdefizite erfordert neue Wegen ihrer Behandlung und Nachintegration. Viele Patienten können aus unterschiedlichen Gründen nur Teilabschnitte einer solchen Aufarbeitung bewältigen. Trotzdem läßt sich damit durchaus eine deutliche Steigerung an Lebensqualität und seelischer Stabilität erlangen. Insofern ist eine professionell durchgeführte Bearbeitung traumatischer Lebensereignisse auch dann sinnvoll, wenn sie nur Anteile derselben „strukturentlastend“ erreichen kann, ohne zentrale Übertragungen aufzulösen.




 
 



 

"... Die Ausführungen sind dicht und zwingend – wie sie nur bei langjähriger klinischer Erfahrung sein können."
(Deutsches Ärzteblatt, Juni 2008, http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=60503)

"... Ich wünsche ich dem Buch eine breite Diskussion zur Stärkung der therapeutischen Kompetenz und Einflussmöglichkeiten im Rahmen der Psychoanalyse und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie"
(Dr. Ludwig Janus in http://www.Ludwig-janus.de).