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HEFT 3-2014
 
 

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Themenschwerpunkt
Schwangerschaft und Kindesmisshandlungen
(Hrsg. herausgegeben von Ruthard Stachowske)


Kindesmisshandlungen vor und nach der Schwangerschaft: „Contergan-Katastrophe Nr. 2“
Abstract
Ruthard Stachowske

Das institutionelle Versagen des Kinderschutzes in Deutschland.
Beispiele von überlebten und tödlichen Kindesmisshandlungen aus der rechtsmedizinischen Praxis
Abstract
Michael Tsokos, Saskia S. Etzold

Psychiatrische Komorbidität bei Drogenabhängigen als Risikofaktor für die Erziehungsfähigkeit
Abstract
Frauke Schönenberg

Risikofaktoren für die Erziehungsfähigkeit von substituierten Eltern
Abstract
Heinrich A. K. Elsner

Haaranalysen zur Klärung von Drogen- und Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft (Teil 1)
Abstract
Fritz Pragst, Martin Hastedt, Franziska Krumbiegel, Sieglinde Herre, Michael Tsokos

Zum Einfluss abhängigkeitsbelasteter Schwangerschaftsverläufe auf die nachgeburtliche Entwicklung der Kinder
Abstract
Ruthard Stachowske, Rita Hüllen

Über die Möglichkeiten und Grenzen, Kinder schützen zu können
Abstract
Ruthard Stachowske

Täterarbeit häusliche Gewalt II: Systemanalyse kultursensibler Arbeit in Berlin
Abstract
Carlotta Schneller, Iris Hauth, Andreas Heinz, Meryam Schouler-Ocak, Christian Pross

Krisis und kathartische Wende einer dramatischen Beziehungsgeschichte nach schwerem Trauma: Max auf der Feuerleiter
Manfred Sauer, Sabine Emmerich




 

Ruthard Stachowske

Kindesmisshandlungen vor und nach der Schwangerschaft: „Contergan-Katastrophe Nr. 2“
Ruthard Stachowske

Zusammenfassung
Mit „Contergan-Katastrophe Nr. 2“ umschreibt der Autor die Misshandlungen von Kindern in der Schwangerschaft durch Drogen- und Alkoholkonsum der Mutter und von Misshandlungen durch die Eltern mit und ohne Todesfolgen durch körperliche und sexuelle Gewalt anhand von aktuellen Fallbeispielen. Die Kindeswohlgefährdungen sind in Deutschland keine Ausnahmefälle, sondern alltägliche Realität – wie Zahlen und Fakten des Statistischen Bundesamtes und Bundeskriminalamtes belegen. Durch Misshandlungen schwer traumatisierte Kinder sind in ihrer Lebensfähigkeit und Lernfähigkeit schwer beeinträchtigt und haben mit den Folgen der Misshandlungen lebenslang zu kämpfen.

Schlüsselwörter
Vorgeburtliche Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, psychotrope Substanzen, neonatales Drogenentzugssyndrom, fetales Alkoholsyndrom, teratogenes Risiko, fetotoxisches Risiko

Maltreatment of children during and after pregnancy: “Thalidomide (Contergan) catastrophe No. 2”

Summary
„Thalidomide (Contergan) catastrophe No. 2“: This is how the author describes the maltreatment of children caused by drug-addicted mothers during pregnancy and the fatal or non-fatal maltreatment and child abuse by parents on the base of recent cases. In Germany, risks to the child’s well-being are no exceptional cases but everyday reality according to facts and figures presented by the Federal Statistical Office and the Federal Criminal Police Office. Children who are severely traumatized by this kind of maltreatment are severely affected in their vitality and learning abilities throughout their lives.

Keywords
pre-natal development, risks to a child’s well-being, psychotropic substances, neonatale syndrome, fetal alcohol syndrome, teratogenic risk, fetal toxical risks




Michael Tsokos, Saskia S. Etzold

Das institutionelle Versagen des Kinderschutzes in Deutschland
Beispiele von überlebten und tödlichen Kindesmisshandlungen aus der rechtsmedizinischen Praxis
Michael Tsokos, Saskia S. Etzold

Zusammenfassung
Anhand von Fallbeispielen tödlicher und überlebter Kindesmisshandlungen aus unserer rechtsmedizinischen Praxis zeigen wir exemplarisch gravierende Schwachstellen in den für den Kinderschutz verantwortlichen Institutionen auf. Die untersuchten Fälle weisen folgende Gemeinsamkeiten auf: 1. Kindesmisshandlung ist ein Delikt, das sich fast ausschließlich im direkten familiären Umfeld ereignet. 2. Besonders gefährdet, Opfer von Misshandlung zu werden, sind Säuglinge und Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren. 3. Eine ausreichende Vernetzung der verantwortlichen Institutionen ist, auch in Zeiten digitaler Datenverarbeitung und -transfers, nicht gewährleistet. Insbesondere der präventive Ansatz kommt in Deutschland immer noch viel zu kurz.

Schlüsselwörter
Kindesmisshandlung, Schütteltrauma, Vernachlässigung, Dunkelziffer, Institutionelles Versagen

The institutional failure of protection of children in Germany.

Summary
Illustrated by exemplary cases of non-fatal and fatal non-accidental injury investigated at our Institute of Forensic Medicine we demonstrate serious weak points concerning the interaction and communication between those institutions responsible for the protection of children in Germany. Our investigated cases show common grounds: (1) non-accidental injury is an offence that occurs most exclusively within the direct family setting; (2) most endangered to non-accidental injury are infants, toddlers and children up to the age of five years; (3i) even in the digital era, a sufficient linking-up between the responsible institutions is not ensured. Especially possible preventive aspects of child protection are not considered seriously enough in Germany at present.

Keywords
Non-accidental injury, Shaken baby syndrome, Neglect, Estimated number of unreported cases, Institutional failure




Frauke Schönenberg

Psychiatrische Komorbidität bei Drogenabhängigen als Risikofaktor für die Erziehungsfähigkeit
Frauke Schönenberg

Zusammenfassung
Die Ergebnisse der Konsumraumnutzerbefragung 2010 zeigen deutlich auf, welch hoher psychischer Belastung sich Menschen der offenen Drogenszene ausgesetzt sehen. Dennoch existieren erstaunlich wenige Diagnosen bei so häufiger psychiatrischer Symptomatik. Diese Diskrepanz muss berücksichtigt werden, spricht man über die Risikofaktoren für die Erziehungsfähigkeit bei Eltern, da sich auch in der offenen Drogenszene zahlreiche Erziehungsberechtigte finden, die ohnehin bereits vermehrten Risiken ausgesetzt sind.

Schlüsselwörter
psychiatrische Komorbidität, Risikofaktor für die Erziehungsfähigkeit, Selbsteinschätzung der Konsumraumnutzer, fehlende Diagnostik, hoher Hilfebedarf

Psychiatric morbidity of drug addicts as risk factor for the education ability

Summary
The results of the questioning of the consumption room users in 2010 show clearly the high psychological strain of the open drug scene. Nevertheless there is so few diagnosis towards the many symptoms. This discrepancy has to be taken in consideration if we talk about the risk factors of parents because there are many legal guardians in the open drug scene. And these people are exposed to further risks anyway.

Keywords
psychiatric morbidity, risk factor for education ability, self-assessment of the users of the consumption room, missing diagnostics, high need of help




Heinrich A. K. Elsner

Risikofaktoren für die Erziehungsfähigkeit von substituierten Eltern
Heinrich A. K. Elsner

Zusammenfassung
Die Analyse der realen Opiatersatzstoffbehandlung, auch Substitution genannt, zeigt Risikofaktoren für die Erziehungsfähigkeit auf sowohl in der Person der Substituierten als auch im Substitutionssystem und seinen Rahmenbedingungen. Die Substitution verunmöglicht nicht von vornherein eine gelungene Erziehung, und das Vorliegen eines einzelnen Risikofaktors ist nicht automatisch gleichzusetzen mit der Unfähigkeit, sich verantwortungsvoll um ein Kind zu kümmern. Von ausschlaggebender Bedeutung für die Erziehungsfähigkeit und die beste Voraussetzung für ein Gelingen der Erziehung ist die seelische Gesundheit des/der Erziehenden. Die seelische Gesundheit ist bei Substituierten am ehesten erkennbar an einer stabilen und beigebrauchsfreien Substitution.

Schlüsselwörter

Personengebundene Risikofaktoren, institutionelle Risikofaktoren, bio-psycho-soziales Modell, Schutzfaktoren, psychische Komorbidität

Risk factors in the field of education capacity by parents in methadone maintenance therapy

Summary
The analysis of methadone maintenance therapy, called substitution, shows risk factors in the field of education capacity. Methadone maintenance therapy does not necessarily make a successful education impossible and the existence of one single risk factor is not automatically to be put on the same level with the disability to take care of a child responsibly. The determining factor for the education capacity is the parent’s mental health The substituted person’s mental health is shown best by a stable substitution which is not influenced by the consumption of other intoxicants.

Keywords
Personal risk factors, institutional risk factors, bological-psychical-social model, protective factors, mental comorbidity.




Fritz Pragst et al.

Haaranalysen zur Klärung von Drogen- und Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft (Teil 1)
Fritz Pragst, Martin Hastedt, Franziska Krumbiegel, Sieglinde Herre, Michael Tsokos

Zusammenfassung
Die Analyse von Haaren auf Drogen oder auf die Alkoholmarker Ethylglucuronid und Fettsäureethylester
hat sich als probates Mittel zur Prüfung auf chronischen Substanzmissbrauch und in familiengerichtlichen Verfahren bewährt, bei denen es um Gefährdung
des Kindeswohls oder bei Verdacht auf Einschränkung der Erziehungsfähigkeit eines oder beider Elternteile durch eine Suchterkrankung geht. Es muss jedoch vor einer schematischen Interpretation von Haarergebnissen gewarnt werden, da die Substanzkonzentrationen im Haar von vielen variablen biologischen Vorgängen und externen Einflüssen abhängen

Schlüsselwörter
Alkoholmarker im Haar, Drogen in Kinderhaaren, Haaranalyse, Kinder substanzabhängiger Eltern, Substanzmissbrauch in der Schwangerschaft.

Use of hair analysis for clarification of drug and alcohol abuse during pregnancy and in families with underage children

Summary
Hair analysis for drugs and for the alcohol markers ethyl glucuronide and fatty acid ethyl esters proved to be an effective way of testing chronic substance abuse and at family court in cases of endangered child’s welfare or of child custody with suspected inability of one or both parents to educate and to provide sustenance for the children because of drug or alcohol addiction. However, it must be cautioned against the uncritical and schematic interpretation of hair results since substance concentrations in hair depend on many variable biological processes and external conditions.

Keywords
Alcohol markers in hair, parents addicted to drugs, drugs in children hair, hair analysis, substance abuse in pregnancy.




Ruthard Stachowske, Rita Hüllen

Zum Einfluss abhängigkeitsbelasteter Schwangerschaftsverläufe auf die nachgeburtliche Entwicklung der Kinder
Ruthard Stachowske, Rita Hüllen

Zusammenfassung

Kinder aus abhängigkeitskranken Elternhäusern sind vielfältigen und hohen Risiken ausgesetzt, die zu komplexen Störungsbildern (z.B. neonatales Entzugssyndrom, Alkoholembryopathie, organische Fehlbildung) führen können. Die in diesem Beitrag berichteten Ergebnisse aus zwei empirischen Studien belegen die Zusammenhänge zwischen abhängigkeitsbelasteten Schwangerschaftsverläufen und vor- und nachgeburtlichen Belastungen und Entwicklungsverläufen der Kinder. Deshalb müssen zeitnah endlich verbindliche Standards für die Versorgung abhängigkeitskranker Elternhäuser entwickelt werden, um lebenslange Beeinträchtigungen oder Behinderungen der Kinder zu verhindern.

Schlagwörter
Abhängigkeitskranke Elternhäuser, abhängigkeitsbelastete Schwangerschaftsverläufe, Pharmakodynamik, psychotrope Substanzen, polytoxikomane Konsummuster


The impact of drug addiction during pregnancies on postnatal development

Summary
Children of drug-addicted families are exposed to manifold and high risks which may lead to complex disorders (such as neonatal syndrome, fetal alcohol syndrome, organic malformations). This contribution presents results of two empirical studies which affirm the connection between pregnancies, drug addiction and natal or prenatal general risks or developmental risks. Binding standards for the care of drug-addicted families should be established as soon as possible to protect these children from lifelong handicaps or disorders.

Keywords
drug addicted families, impact of drug-addiction on pregnancy, pharmacodynamic effects, psychotropic substances, patterns of polytoxic drug consumption




Ruthard Stachowske

Täterarbeit häusliche Gewalt II: Systemanalyse kultursensibler Arbeit in Berlin
Carlotta Schneller, Iris Hauth, Andreas Heinz, Meryam Schouler-Ocak, Christian Pross

Zusammenfassung
Zur Prävention häuslicher Gewalt haben sich neben Fachstellen für Betroffene auch Beratungseinrichtungen für Täter etabliert und bilden mit Polizei, Justiz und weiteren Anlaufstellen eine Interventionskette. Die vorliegende Interviewstudie exploriert am Beispiel Berlins, welche kultursensiblen Angebote für gewaltausübende Täter häuslicher Gewalt mit Migrationshintergrund existieren und welchen weiterführenden Bedarf Expertinnen und Experten sehen. Für Klienten mit Migrationshintergrund ergeben sich multiple Barrieren zu den Fachstellen. Eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit von Fachstellen für Täter und Betroffene, Polizei und Justiz verspricht den Zugang in die Täterberatungseinrichtungen insgesamt zu verbessern. Zusätzlich scheint es sinnvoll deren Angebot um migranten- oder sprachspezifischen Aspekte zu erweitern.

Schlüsselwörter
Häusliche Gewalt,Täterarbeit, Migration, Berlin, kultursensible Arbeit

Work with perpetrators of domestic violence II: System analysis of cultural sensitive services in Berlin

Summary
In addition to support services for victims there are programs for perpetrators to prevent domestic violence. Police, judiciary and counselling centers form an intervention programme. This study explores available services for migrant battering men in Berlin and what is the need according to experts from involved services. For men with a migrational background access to services is limited due to various barriers. Networking and closer collaboration of special services for domestic violence with police and judiciary on a regular basis may facilitate access to programmes for perpetrators of domestic violence. For migrant battering men existing services should be complemented with language or migrant specific programs.


Keywords
domestic violence, work with perpetrators, migration, Berlin cultural sensitive work




Carlotta Schneller

Täterarbeit häusliche Gewalt II: Systemanalyse kultursensibler Arbeit in Berlin
Carlotta Schneller, Iris Hauth, Andreas Heinz, Meryam Schouler-Ocak, Christian Pross

Zusammenfassung

Zur Prävention häuslicher Gewalt haben sich neben Fachstellen für Betroffene auch Beratungseinrichtungen für Täter etabliert und bilden mit Polizei, Justiz und weiteren Anlaufstellen eine Interventionskette. Die vorliegende Interviewstudie exploriert am Beispiel Berlins, welche kultursensiblen Angebote für gewaltausübende Täter häuslicher Gewalt mit Migrationshintergrund existieren und welchen weiterführenden Bedarf Expertinnen und Experten sehen. Für Klienten mit Migrationshintergrund ergeben sich multiple Barrieren zu den Fachstellen. Eine bessere Vernetzung und Zusammenarbeit von Fachstellen für Täter und Betroffene, Polizei und Justiz verspricht den Zugang in die Täterberatungseinrichtungen insgesamt zu verbessern. Zusätzlich scheint es sinnvoll deren Angebot um migranten- oder sprachspezifischen Aspekte zu erweitern.

Schlüsselwörter
Häusliche Gewalt,Täterarbeit, Migration, Berlin, kultursensible Arbeit



Work with perpetrators of domestic violence II: System analysis of cultural sensitive services in Berlin

Summary
In addition to support services for victims there are programs for perpetrators to prevent domestic violence. Police, judiciary and counselling centers form an intervention programme. This study explores available services for migrant battering men in Berlin and what is the need according to experts from involved services. For men with a migrational background access to services is limited due to various barriers. Networking and closer collaboration of special services for domestic violence with police and judiciary on a regular basis may facilitate access to programmes for perpetrators of domestic violence. For migrant battering men existing services should be complemented with language or migrant specific programs.



Keywordsdomestic violence, work with perpetrators, migration, Berlin cultural sensitive work